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Islamische Republik Iran
(Jomhuri-ye Eslami-ye)
Dan Löffler Einen 11-Seitigen Abriss der iranischen Streitkräfte und paramilitärischen Kräfte finden sie HIER. Der Schwerpunkt liegt auf die eingesetzten Waffensysteme und eine zusammenfassende Analyse der militärischen Fähigkeiten des Irans. Anlässig des schwierigen Atomstreits mit dem Iran und der möglichen Entwicklung iranischer Atomwaffen und Trägermittel bringen Politiker immer öfter die "militärische Options" zur Sprache. Damit ist ein Luftschlag Israels oder der USA gegen die Hunderten von Nuklearanlagen gemeint. Wie solch ein Präventivschlag aussehen könnte und welche Reaktion des Iran möglich wäre, zeigt dieser Artikel.
Die iranische Panzerhaubitze Raad-1 / Thunder-1 HIER Der iranische Kampfpanzer Zulfiqar (auch Zolfaqar und Zolfaghar) HIER Mit den folgenden allgemeinen Länderdaten können Sie sich einen kurzen Überblick über die soziale, politische und wirtschaftliche, Lage des Iran verschaffen. Bevölkerung Circa 72 Mio. Einwohner leben im Iran. Dazu kommen fast 2. Mio. Flüchtlinge - meist aus Afghanistan und dem Irak. 60 % der Bevölkerung leben in Städten (alleine 11 Mio. in der Hauptstadt Teheran) und 45 % sind unter 16 Jahren. Über 51 % sind Perser und 24 % Aserbaidschaner. Weiterhin leben Minderheiten der Araber, Armenier, Bachtiaren, Belutschen, Gilaner, Kurden, Luren, Masandaraner und Turkmenen im Iran. Die Landessprachen sind Persisch (Farsi) und regionenabhängig Aseri, Kurdisch und Arabisch. Die Staatsreligion ist der Islam. Geographie Dieses Land auf dem asiatischen Kontinent umfasst ein Staatsgebiet von 1.648.000 km². Iran grenzt im Norden an die Türkei, Armenien, Aserbaidschan das Kaspische Meer und Turkmenistan; im Ostan an Afghanistan und Pakistan; im Süden an den Golf von Oman und den Persischen Golf und im Westen an den Irak. Weil der Iran größtenteils ein Hochland ist und vom trockenen kontinentalen Klima beherrscht wird, dominieren Wüsten und Halbwüsten das Landschaftsbild. Durchzogen wird das Land von mehreren massiven Gebirgszügen. Lediglich an den Küsten und im Nordwesten des Landes gibt es Regionen mit feuchtem Klima und üppigerer Vegetation. Politisches System Das Politische System des Iran stützt sich seit dem Sturz des Schah und dem Ende der Monarchie 1979 auf die Glaubensgrundsätze des schiitischen Islam. Das Volk wählt alle 4 Jahre sowohl den Staatspräsidenten als auch die Nationalversammlung. Der Präsident ernennt seine Regierung und übt somit die Exekutive Gewalt des Staates aus. Seine Vollmachten werden aber vom religiösen Führer des Landes - Ajatollah Ali Chamenei - eingeschränkt, der beispielsweise den Oberbefehl über Teile der Streitkräfte des Landes besitzt. Gesetze, die von dem Parlament verabschiedet werden, müssen allerdings erst von einer weiteren legislativen Institution gebilligt werden, bevor sie in Kraft treten. Dieser so genannte Rat der Wächter des Islam setzt sich aus 6 hohen islamischen Gelehrten und 6 hohen Juristen zusammen und prüft die Vereinbarkeit der Gesetzt mit dem islamischen Glauben. Wirtschaft Stützfeiler der iranischen Wirtschaft und des Exports ist die Öl- und Erdgasindustrie. Der Iran verfügt über die zweitgrößten Gasreserven der Welt. Weitere wichtige Rohstoffe sind Eisenerz, Kohle, Magnesium, Gips, Kupfer und Blei. Die verarbeitende Industrie für diese Rohstoffe sowie die Textilindustrie sind ebenso wichtige Wirtschaftsfaktoren. Der Staat wacht allerdings streng über Schlüsselfirmen in der Wirtschaft, der Rüstung und über Banken und Versicherungen. Etwa 25 % der Beschäftigten sind in der Landwirtschaft tätig. Geschätzte 40 % der Staatsfläche werden Landwirtschaftlich genutzt, von denen wiederum 40 % bewässert sind. Die bedeutendsten Anbauprodukte sind Getreide, Frischobst, Nüsse, Zuckerrüben und Zuckerrohr. Daneben spielt die Schaf-, Rinder- und Geflügelzucht sowie die Fischerei eine bedeutende Rolle. Verkehr und Kommunikation Das Straßennetz ist circa 160 000 km lang, wovon 63 % asphaltiert sind, und das Schienennetz ist geschätzte 7 270 km lang. Entlang der Golfküsten liegen die wichtigen Überseehäfen Bandar Abbas, Bandar Chomeini und Buschehr. Die gesamte Kommunikation und Presse befindet sich entweder in staatlicher Hand oder wird von staatlichen Behörden streng überwacht. Der Besitz von Parabolantennen zum Empfang von internationalen Sendern ist unter Strafe verboten. Geschichte Unter dem persischen König (Schah) Kyros II. (559 - 530 v. Chr.) wurde vor über 2500 Jahren das erste Weltreich der Geschichte geschaffen. Das mächtige Persien reichte zeitweilig von Ägypten bis an den Aralsee und von der Türkei bis nach Afghanistan. Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurde das Persische Reich von den Arabern besiegt und die Bevölkerung konvertierte mehrheitlich zum Islam. Die Iraner bekennen sich heute größtenteils zur schiitischen Glaubensrichtung, die das Recht zur Führung nur den Nachfahren der Propheten zubilligt. Sie glauben nur an 12 legale geistliche und weltliche Anführer (Imam). Ende des 19. Jahrhundert, als Großbritannien und Russland um die Vormachtstellung im Mittleren Osten wetteiferten, steigerte sich auch die Einflussnahme beider Staaten auf die iranische Monarchie. Zugleich begann auch die Ausbeutung des Landes durch verschiedene Staaten Europas. Die ersten Versuche sich der wirtschaftlichen Kontrolle des Westens zu entziehen führte 1905 zur Konstitutionellen Revolution und 1906 zur Einberufung des ersten Parlaments. Das Streben nach absoluter Unabhängigkeit war auch der Grund, warum der Schah R. Pahlawi die Nähe zum faschistischen Deutschland suchte. Daraufhin wurde er von den Alliierten abgesetzt und sein Sohn Mohammed R. Pahlawi zum Schah gekrönt. Nach dem Zeiten Weltkrieg vergrößerte sich insbesondere der Einfluss der USA und amerikanischer Firmen im Iran. Der Versuch des beliebten Premierministers Mohammed Mossadegh das Land in die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu bringen, endete 1953 durch das Intervenieren der CIA, die ihn stürzte. Daraufhin versuchte man sich mit den westlichen Staaten zu arrangieren, schloss Erdöl- und Verteidigungsabkommen ab und verbesserte u.a. die Beziehungen zu Deutschland und der Sowjetunion. Die so genannte „Weiße Revolution" sollte das Land auch auf politischer und sozialer Ebene voranbringen. Aber Probleme bei der Umsetzung, die menschenrechtsverachtenden Praktiken der Sicherheitsorgane, die westliche Kontrolle über den Iran und die Angst der Bevölkerung und der schiitischen Geistlichen vor dem Verlust der eigenen Identität, führten zu massiven Unruhen im Land. Koordiniert wurde der Generalstreik und die gewaltsamen Ausschreitungen, die letztlich zum Sturz des Schahs führten, vom Ajatollah Ruhollah Chomeini. Nach einer Volksabstimmung wurde am 30. 03. 1979 von Ajatollah Chomeini die Islamische Republik Iran ausgerufen. Als Folge übernahmen schiitische Geistliche die Kontrolle des Landes und verstaatlichten die wichtigsten Industriezweige (vor allem Erdölindustrie), was wiederum zur internationalen Isolation des Iran führte. Der blutige Erste Golfkrieg mit dem Irak von 1980 bis 1988 verschärfte auch die angespannte wirtschaftliche Lage des Landes. Eine Öffnung des Landes sowie eine Liberalisierung der religiös-geprägten Gesetze ist nur in kleinen Schritten spürbar. Auch die neuerliche aggressive Polemik der Bush-Regierung wird die Bevölkerung lediglich hinter die führenden religiösen Führer treiben und ihre Macht stärken. Von: Dan Löffler (http://www.danmil.de) ____________________________________________________________ Copyright Dan Löffler 2007 - Impressum |
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